Bibliographie
Diese Literaturliste, wohl die umfangreichste und kompetenteste ihrer Art, wurde von unserem 'Bewahrer', Kurt Oertel, zusammengestellt. Sie enthält sowohl wissenschaftliche Fachliteratur als auch esoterische Werke und Romane rund um die Themen Germanen, Archäologie, Runen, Asatru usw. Die Bücher werden größtenteils kurz vorgestellt und auf ihre Eignung für Einsteiger hin bewertet.
Anmerkung: die Bibliographie wurde vollständig überarbeitet und am 13.04.03 aktualisert.
* auch für Neulinge gut geeignet
** eher für Fortgeschrittene
*** eher für Spezialisten
Inhalt
Vorbemerkung
Die deutschsprachige Literatur zum Thema Germanen ist im wörtlichsten Sinne unüberschaubar. Aus der Masse der Publikationen eine gleichermaßen handliche wie befriedigende Grundliste zu erstellen, ist deshalb eine schweißtreibende Angelegenheit. Für die meisten der hier aufgeführten Titel ließen sich problemlos alternative Titel nennen, die keineswegs schlechter sein müssen. Vor allem Sachbücher über die Wikinger sind praktisch unüberschaubar geworden. Ganze Bücher, die sich nur mit der germanischen Religion beschäftigen, gibt es dagegen gar nicht so viele. Deshalb wird hier versucht, diese möglichst umfassend vorzustellen. Da jedes Buch zahlreiche weiterführende Literaturhinweise enthält, kann (und sollte) jeder Interessierte bei Bedarf selbständig in jeder gewünschten Richtung weiterlesen. Dass in wenigen Ausnahmen auch Werke aus der Zeit von 1933 bis 1945 mit aufgenommen wurden, geschah ausschließlich nach sorgfältiger Prüfung der jeweiligen Titel. Im Gegensatz zu weitverbreiteten Vorstellungen gab es nämlich in der dunkelsten Periode deutscher Geschichte durchaus Publikationen, die auch heute noch als seriöse Forschungsliteratur gelten dürfen. Dass sie in einigen Details nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand entsprechen, liegt auf der Hand. Das aber liegt nicht an einer entsprechenden ideologischen Einfärbung.
Generell leiden die meisten älteren Werke daran, dass zum einen mit einem völlig veralteten Volksbegriff operiert wird und neue Erkenntinsse über Ethnizität unberücksichtigt bleiben. Zum anderen wurden gerade die germanischen Religionen oft mit einer romantischen Verklärung behandelt, die sich bis auf die Wurzeln in der Germania des Tacitus zurückverfolgen lässt. Vor allem die alte Vorstellung von den Germanen als "einem Volk" mit einer gemeinsamen "seelischen Grundkraft", aus der sich alle Kulturäußerungen gespeist haben sollten, wird heute mit großer Skepsis betrachtet. Es handelte sich vielmehr um zahlreiche Völker, die zwar einen gemeinsamen sprachlichen Hintergrund besaßen, abgesehen davon aber möglicherweise recht unterschiedlich gewesen sein dürften. Dass sich dieser Aspekt auch auf die Religionen erstreckt, liegt dabei auf der Hand. Auch wenn sie ein grundsätzlich gemeinsames Weltbild ebenso wie teilweise überregionale Hauptgottheiten geteilt haben dürften, hat es eine (!) gemeinsame "germanische" Religion aller Wahrscheinlichkeit nach niemals gegeben, sondern eine Vielzahl von lokalen Kulten und Religionen mit durchaus unterschiedlichen Ausprägungen. Alles andere wäre auch schwer verständlich: es gab schließlich keine zentrale Institution, die über die "Reinheit der Lehre" oder Einheit des Glaubens wachte. Diese Aufsplitterung gilt nicht nur für den großen räumlichen und zeitlichen Abstand zwischen dem römerzeitlichen Germanien und dem mittelalterlichen Skandinavien, sondern auch für die Wikingerzeit selbst dürfen wir in Skandinavien von zahlreichen unterschiedlichen lokalen Ausprägungen ausgehen.
Aus all dem wird deutlich, dass jeder Versuch, all die unterschiedlichen Quellen in ein in sich stimmiges und einheitliches "System" zu pressen, in eine völlig falsche Richtung zielt und bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt ist. Bereits Snorri hat in seiner Darstellung eine solche Systematik zu konstruieren versucht, die in den ursprünglichen Strukturen so sicherlich nicht vorhanden war. Da dieser Erkenntnis in älteren Werken selten Rechnung getragen wird, tut man gut daran, sie bei jeder Lektüre stets im Hinterkopf zu behalten.
Durch die Kurzkommentare bei den einzelnen Titeln dürfte schon deutlich werden, ob das Buch auch für Anfänger oder eher für Fortgeschrittene zu empfehlen ist. Aber keine Angst vor wissenschaftlichem Schrifttum. Das ist in der Regel keineswegs in unverständlicher Sprache verfasst (sollte es jedenfalls nicht sein), sondern es setzt lediglich oft ein Grundwissen voraus, das bei den meisten Asatruar aber vorhanden sein dürfte.
Als weitere kleine Orientierungshilfe finden sich vor etlichen Titeln zusätzlich noch folgende Symbole, bei denen es sich NICHT um Qualitätsbewertungen, sondern um Hinweise auf wissenschaftlichen Anspruch und für das Verständnis nötige Vorwissen handelt:
* auch für Neulinge gut geeignet
** eher für Fortgeschrittene
*** eher für Spezialisten
1. Die Germanen. Allgemeine Geschichte und Kultur
A. Gesamtdarstellungen
* Batey, Colleen Batey (u.a.): Die Wikinger. Kunst, Geschichte und Lebensformen. Augsburg: Bechtermünz 1998. (Bildatlas der Weltkulturen)
Großformatige und gut bebilderte Gesamtdarstellung
* Döbler, Hannsferdinand: Die Germanen. Legende und Wirklichkeit von A-Z. Ein Lexikon zur europäischen Frühgeschichte. München: Orbis Verl. 2000
Hervorragendes A-Z Lexikon! Und sehr preiswert.
* Fischer-Fabian, Siegfried: Die ersten Deutschen. Der Bericht über das rätselhafte Volk der Germanen. Klagenfurt: Kaiser 1975 (seitdem zahlreiche Neuauflagen)
Dieses Buch war nach ein Erscheinen ein populärwissenschaftlicher Bestseller, leidet allerdings unter den eingangs beschriebenen Mängeln. Da es sich aber um eine extrem leicht lesbare und unterhaltsame Einführung handelt, ist es als erste Annäherung an das Thema immer noch brauchbar. Kann auch als Jugendbuch empfohlen werden.
* Goetz, Hans Werner (Hrsg.): Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum Römischen Reich. Quellen der alten Geschichte bis zum Jahr 238 n.Chr. Darmstadt: WBG 1995.
Eine reine Quellensammlung. Hier sind alle antiken Texte versammelt, die in irgendeiner Form über die Germanen berichten (so auch die komplette Germania des Tacitus). Alle Texte im griechischen und lateinischen Original mit Übersetzung. Ein Band mit den Quellen zur Völkerwanderungszeit soll folgen.
** Grönbech, Wilhelm: Kultur und Religion der Germanen. Hamburg: Hanseatische Verlagsanst. 1939 (2 Bände)
Im dänischen Original bereits 1909 erschienen. Hier werden nicht zum unzähligsten Male die Götter und ihre Mythen dargestellt, sondern sehr gründlich und umfassend dargelegt, dass alle überlieferten sozialen und kulturellen Äußerungen in ein religiöses Weltbild eingebettet waren und die heutige Trennung zwischen Religion und Alltagswelt undenkbar war. Das Werk war von größtem Einfluss auf die gesamte Germanenforschung des 20. Jahrhunderts und gilt bis heute als beeindruckende Ausdeutung der altnordischen Quellen.
* Krause, Arnulf: Die Geschichte der Germanen. Frankfurt a.M.: Campus 2002.
Solide Gesamtdarstellung auf allerneuestem Stand, die mit Klischees aufräumt. Rundum empfehlenswert.
** Pohl, Walter: Die Germanen. München: Oldenbourg 2000.
Gut lesbares Übersichtswerk auf neuestem Forschungsstand. Gerade letzterer aber ist wesentliches Thema der Darstellung, d.h. es wird mehr über die Geschichte der Forschung und ihrer unterschiedlichen Ansätze erzählt, als über die Germanen selbst. Sehr viele weiterführende Literraturangaben.
*** Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Berlin: de Gruyter 1973 ff.
Wer Zugang zu einer Universitätsbibliothek hat, hat mit der Lektüre dieses Werkes (kurz RGA genannt) eine Lebensbeschäftigung. Das vielbändige Werk, das für Privatleute unerschwinglich ist, bietet von A-Z zu jedem Aspekt der Germanenforschung reichhaltigste Beiträge auf höchstem wissenschaftlichen Niveau mit unendlich weiterführenden Literaturangaben. Allerdings nichts für Anfänger oder Leute, die noch nie mit wissenschaftlicher Terminologie zu tun hatten. Es gibt einen sehr preiswerten Auszug, in dem die zentralen Artikel als Studienausgabe abgedruckt sind: Germanen. Germania. Germanische Altertumskunde. Hrsg. von Heinrich Beck. Berlin: de Gruyter 1998. Das Buch führt gut in den gegenwärtigen Forschungsstand aber auch in die Probleme der Forschung ein. Sehr kompakte Darstellung in wissenschaftlicher Sprache, aber mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis
* Sawyer, Peter (Hrsg.): Die Wikinger. Geschichte und Kultur eines Seefahrervolkes. Stuttgart: Theiss 2000
* Simek, Rudolph: Die Wikinger. München: Beck 2000
Die in dieser Rubrik genannten Titel über die Wikinger sind zwar alle empfehlenswert, andererseits aber recht willkürlich herausgesucht. Im Gegensatz zu den Kontinentalgermanen gibt es über die Wikinger nämlich sehr viele neue Veröffentlichungen, die gleichermaßen gut lesbar, wie auch auf neuem Forschungsstand sind. Deshalb wären Dutzende weiterer Titel ebenso empfehlenswert. Hier hat man wirklich die Qual der Wahl.
* Todd, Malcolm: Die Germanen. Von den frühen Stammesverbänden zu den Erben des Weströmischen Reiches. Stuttgart: Theiss 2000
Eine weitere neue Gesamtdarstellung, die allgemein verständlich ist und gleichzeitig die neuesten archäologischen Forschungsergebnisse berücksichtigt. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit Entstehung und allgemeiner Kultur der Germanen, im zweiten Teil werden die Schicksale der einzelnen Stämme in der Völkerwanderungszeit dargestellt. Dass dieser zweite Teil aus komprimierten Fakten besteht, die bei flüchtigem Blättern verwirrend wirken, darf man nicht dem Verfasser zur Last legen, sondern das liegt nun einmal an den turbulenten Umwälzungen der Zeit selbst.
* Herwig, Wolfram: Die Germanen (3. überarb. Aufl.). München: Beck 1997
Sehr kompakt gehaltenes Überblickswerk
B. Einzeluntersuchungen
* Amstadt, Jakob: Die Frau bei den Germanen. Matriarchale Spuren in einer patriarchalen Gesellschaft. Stuttgart: Kohlhammer 1994
Ein wichtiges Grundlagenwerk, das die meisten seiner Schlüsse aus religiösen Quellen zieht.
* Jesch, Judith: Frauen der Vikingzeit. Wien: Wiener Frauenverl. 1993
Solide und gut lesbare Gesamtdarstellung. Dennoch etwas trocken.
* Jochens, Jenny: Old Norse Images of Women. Philadelphia: Univ. Of Pennsylvania Press 1996.
Hier werden sowohl die mythologischen als auch die historischen Frauengestalten untersucht. Ebenfalls sehr solide, und dazu etwas reichhaltiger und interessanter geschrieben als das Werk von Judith Jesch.
2. Germanische Religion
A. Quellen
* Anatol, Andreas: Mit Wotan auf der Bärenhaut. Göttliche Geschichten. Oldenburg: Stalling 1969 (Taschenbuchausgabe: Reinbek: Rowohlt 1977)
Sehr unterhaltsam und mit augenzwinkerndem Humor - aber dennoch sachlich korrekt - wird hier der Inhalt der Edda nacherzählt. Dieser humoristische Ansatz ist schon deshalb nicht verfehlt, weil ja auch das Original teilweise von trockenem Humor nur so strotzt. Wer dieses Büchlein in einer Bibliothek oder antiquarisch entdeckt, sollte sich die Lektüre nicht entgehen lassen. Auch als leicht lesbare Einführung in das Thema sehr geeignet.
** Baetke, Walter: Die Religion der Germanen in Quellenzeugnissen. Frankfurt a.M.: Diesterweg 1944 (3.Aufl.)
Eine reine Quellensammlung, die thematisch nach den unterschiedlichen religiösen Aspekten geordnet ist.
* Bringsværd, Tor Åge: Die wilden Götter. Sagenhaftes aus dem hohen Norden. Frankfurt a.M: Eichborn 2001.
Nacherzählung der eddischen Quellen auf literarischem Niveau. Geschickt verbindet der Autor einige "offene Enden" der Quellen zu neuen Handlungssträngen. Deshalb darf man das Buch selbst nicht als Quelle missverstehen.
* Diederichs, Ulf (Hrsg.): Nordische Nibelungen. Die Sagas von den Völsungen, von Ragnar Lodbrok und Hrolf Kraki. Aus dem Altnordischen übertragen von Paul Herrmann. München: Diederichs 1993.
Drei der wichtigsten Sagen aus dem altnordischen Kreis in genauem Wortlaut.
** Die Edda
Zur Edda und den unterschiedlichen Übersetzungen siehe hier:
http://www.eldaring.de/readarticle.php?article_id=11
* Mudrak, Edmund (Hrsg.): Die Sagen der Germanen. (21. Aufl.) Reutlingen: Ensslin & Laiblin 1996.
Das Buch erzählt sowohl die Edda, wie auch die (oft unbekannten) nordischen Heldensagen nach. Gleichermaßen für Jugendliche wie Erwachsene geeignet. Das Buch steht hier stellvertretend für zahlreiche ähnliche Sagensammlungen.
** Nordal, Sigurður. Völuspa. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellsch. 1980
Ein Standardwerk des großen isländischen Philologen. Jede Strophe wird zitiert (allerdings nur im Original, eine deutsche Übersetzung sollte zur Hand sein) und ausgiebig sprachlich und inhaltlich kommentiert. In einem großartigen Schlusskapitel wird alles Wissenswerte über das Lied noch einmal eindrucksvoll zusammengefasst. Allen Freunden der Völuspa sehr anzuraten.
* Page, R. I. : Nordische Mythen. Stuttgart: Reclam 1993
Der bekannte britische Runenexperte gibt hier eine sehr gelungene Einführung in die Erzählungen der Edda und ihrer Hintergründe, die sich gleichermaßen durch Fachkompetenz wie auch durch allgemeine Verständlichkeit auszeichnet. Rundum empfehlenswert.
*** Saxo Grammaticus: Gesta Danorum / Historia Danica
Das umfangreiche Werk Saxos, das um 1200 entstand, ist hauptsächlich eine Geschichtsdarstellung Dänemarks, die aber auch viel zu Mythologie und Religionspraxis enthält. Eine komplette deutsche Übersetzung erschien 1900 unter dem Titel "Die ersten neun Bücher der Dänischen Geschichte" (Berlin: Felber). Aus neuerer Zeit liegt (außer dänischen und lateinischen Ausgaben) nur eine englische vor: "The History of the Danes", transl. by Peter Fisher. Woodbridge: Brewer 1998 (2 Bände). Eine Komplettkenntis des Werkes erübrigt sich aber, denn das Wesentliche wird meistens in der sonstigen Sekundärliteratur vorgestellt und behandelt.
** Tacitus: Germania
Auch dieses Werk liegt in unzähligen Einzelausgaben vor, die sich von der Übersetzung her alle nichts nehmen. Hier ist man z.B. mit einer der sehr preiswerten Reclam-Ausgaben bestens bedient. Der Text ist allerdings nicht als simpler Tatsachenbericht zu lesen. Zielsetzung und Quellen des Autors sind bis heute Gegenstand heftiger Diskussion.
* Tetzner, Reiner: Germanische Göttersagen - nach den Quellen neu erzählt. Stuttgart: Reclam 1997.
Gute und leicht lesbare Nacherzählung der Quellen.
Zusätzlich zu den hier aufgeführten Quellen sollte man auch gerne die altnordische Prosaliteratur lesen, wann immer man Zugang dazu hat. Es gibt zahlreiche Auswahlausgaben der isländischen Sagas. Der Quellenwert der dort ab und zu berichteten religiösen Praktiken ist allerdings umstritten, da die Sagas erst 200 Jahre nach der Christianisierung verfasst wurden. Als beste Gesamtausgabe gilt die "Sammlung Thule" des Diederich Verlages, die nicht nur die Sagas, sondern auch die schwedischen und norwegischen Königsgeschichten (Heimskringla, Ynglingasaga usw.) enthält.
B. Gesamtdarstellungen und Allgemeines
* Bemmann, Klaus: Die Religion der Germanen. Die Religion der Deutschen, bevor sie Christen wurden. Essen: Phaidon 1998 (Früher unter dem Titel: Der Glaube der Ahnen)
Sehr lesbare, populärwissenschaftliche Einführung. Gutes Einstiegswerk, das sich zwar auf kontinentale Verhältnisse beschränkt, aber auch die nordischen Mythen nacherzählt.
* Derolez, R. L. M.: Götter und Mythen der Germanen. Wiesbaden: Englisch 1978.
Solide und empfehlenswerte Gesamtdarstellung
* Ellis Davidson, Hilda R.: Gods and Myths of Northern Europe. Harmondsworth: Penguin 1979.
Sehr gelungene und gut lesbare Gesamtdarstellung
** Golther, Wolfgang: Handbuch der germanischen Mythologie. Essen: Phaidon Verl. 1996
Im Original bereits 1895 erschienen. Deshalb sind etliche Schlüsse des Verfassers heute nicht mehr aktuell. Als Materialsammlung ist das Buch immer noch beeindruckend und sehr empfehlenswert. Momentan als preiswerter Nachdruck erhältlich! Das Werk ist hier stellvertretend für etliche weitere erwähnt, die ursprünglich ebenfalls im 19. oder frühen 20. Jh. erschienen und heute als preiswerte Nachdrucke zu haben sind: Meyer, Hugo Elard: Germanische Mythologie / Meyer, Richard Moritz: Altgermanische Religionsgeschichte (beide ebenfalls im Phaidon Verl. erschienen), sowie: Herrmann, Paul: Nordische Mythologie (Aufbau-Verl.). Auf all diese Werke trifft dasselbe zu, wie auf das von Golther.
*** Grimm, Jakob: Deutsche Mythologie. Wiesbaden: Drei-Lilien Verl. 1992 (3 Bände, Nachdr. d. 4. Aufl von 1878).
Dieses ehrfurchtgebietende Werk stellt die Geburtsstunde der modernen Forschung dar und ist als Materialsammlung auch heute noch sehr wertvoll. Obwohl Grimm seinen Quellen gegenüber keineswegs unkritisch war, muss man bei der Lektüre zwei Einschränkungen im Hinterkopf behalten: erstens hat er zu sorglos die Lücken in der kontinentalen Überlieferung durch skandinavische Quellen "ergänzt", zweitens führt er alles volkskundliche Material zu pauschal auf altgermanische Zeit zurück, was aber für jeden Einzelfall gesondert zu beweisen wäre.
* Gundarsson, Kveldulf: Teutonic Religion. Folk Beliefs & Practices of the Northern Tradition. St. Paul: Llewellyn 1993.
Gute und umfassende Gesamtdarstellung aus praktizierender Ásatrú-Sicht. Deshalb enthält das Buch auch zahlreiche Vorschläge für die Gestaltung von Festen und Ritualen. Als Buch vergriffen, aber als E-Book zu beziehen über:
http://www.aswynn.co.uk/
* Gundarsson, Kveldulf(u.a.): Our Troth.
Umfassende Gesamtdarstellung, die vor allem auch heutige Praxis und Verständnis germanischer Religion darlegt, so wie sie für den Troth, die U.S.-Schwesterorganisation des Eldaring, repräsentativ ist. Nicht mehr als Buch erhältlich, aber komplett im Netz unter:
http://www.thetroth.org/resources/ourtroth/
Eine völlig neubearbeitete Buchausgabe ist in Vorbereitung.
* Hasenfratz, Hans-Peter: Die religiöse Welt der Germanen. Ritual, Magie, Kult, Mythus. Freiburg i.Br.: Herder 1999
Klein, aber fein. Ebenfalls ein sehr gutes Werk für Einsteiger
* Haugen, Andrea: Die alten Feuer von Midgard. Berlin: Second Sight Books 2001.
Sehr schöne Gesamtdarstellung aller Elemente heutigen Ásatrús, die besonders die weibliche Sicht der Dinge berücksichtigt. Perfektes Einsteigerwerk
** Maier, Bernhard: Die Religion der Germanen. Götter - Mythen - Weltbild. München: Beck 2003
Sehr gute Gesamtdarstellung auf neuestem Stand. Siehe die ausführliche Besprechung durch Tim Peters hier:
http://www.eldaring.de/readarticle.php?article_id=40
** Simek, Rudolf: Lexikon der germanischen Mythologie. Stuttgart: Kröner 1995
Hervorragendes A-Z Lexikon aller mythologischer Namen und Begriffe, ohne dessen Anschaffung man auf lange Sicht nicht auskommen wird
* Voenix: Weltenesche - Eschenwelten. Engerda: Arun-Verl. 1999
Der als Maler, Illustrator und Comic-Zeichner bekannte Autor legt hier eine Gesamtdarstellung der germanischen Mythologie vor, die man nur als rundum gelungen bezeichnen kann. Die Illustrationen mögen Geschmackssache sein, der Textteil aber verrät gleichermaßen Quellenkenntnis wie intuitiv beeindruckende Annäherung an die Gottheiten und schält vor allem den zeitlosen Charakter der Wesenheiten und ihre unverändert gültige Bedeutung für uns Heutige heraus. Mit einem getrennt zu erwerbenden Karten-Set stellt das Buch zusätzlich ein differenziertes Orakel-System dar, das als Alternative zu den Runen dienen kann.
** Vries, Jan de: Altgermanische Religionsgeschichte. Berlin: de Gruyter 1957 (2 Bände)
Dieses Werk des holländischen Verfassers muss man als das Standardwerk schlechthin bezeichnen. Es ist weltweit bekannt und respektiert, auch in neuesten Arbeiten kommt man um eine Auseinandersetzung mit dem Werk nicht herum. Vergleichbares, was Ausführlichkeit und Tiefe betrifft, war vorher nur in dem Handbuch von Golther zu finden, seitdem überhaupt nicht mehr. Auch wenn einzelne Details heute nicht mehr dem aktuellsten Forschungsstand entsprechen mögen, ist das Buch nach wie vor in höchstem Maße empfehlenswert.
C. Einzeluntersuchungen und Praxiswerke
*** Beck, Heinrich (Hrsg.): Germanische Religionsgeschichte. Quellen und Quellenprobleme. Berlin: de Gruyter 1992.
Ergänzungsband zum RGA. Enthält zahlreiche Beiträge verschiedener Verfasser, die sich einzelnen Fragen der Forschung widmen. Teilweise sehr interessant, aber nur für Fortgeschrittene mit breitem Basiswissen zu empfehlen.
*** Baetke, Walter: Das Heilige im Germanischen. Tübingen: Mohr 1942
Während der erste Teil (40 S.) eine religionsübergreifende Untersuchung des Phänomens des Heiligen an sich ist, geht der Hauptteil des Buches auf die germanische Bedeutung des Begriffs ein. Das wird durch eine genaue Untersuchung aller Quellen bewerkstelligt, in denen die Begriffe wihaz und hailagaz vorkommen. Auch wenn die Wortuntersuchungen sehr akribisch daherkommen, verspricht der Verfasser doch, dass dabei "so manche Frucht der Erkenntnis zu pflücken sein wird", und damit behält er Recht. Die Untersuchung stößt zum innersten Kern germanischen Religionsverständnisses vor. Dem Werk merkt man seine Entstehungszeit nicht an.
** Blain, Jenny: Seidr. Die neun Welten der Seidr-Magie. Ekstase und Schamanismus im nordischen Heidentum. Engerda: Arun 2002
Mit Seidr sind hier die Trance-Techniken gemeint, derer sich Seher und Seherinnen bedienten und die im modernen Heidentum eine ungeahnte Renaissance erfahren haben. Die Autorin ist Ethnologin und gleichzeitig Praktizierende dieser Techniken und Heidin, was dem Buch Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht.
* Busch, Ralf (u.a.): Opferplatz und Heiligtum. Kult der Vorzeit in Norddeutschland. Neumünster: Wachholtz 2000.
Wunderbarer Bildband, der für knapp EUR 20 ein kaum glaubliches Preis-Leistungsverhältnis bietet. Die informativen Texte vermitteln auch dem Kenner noch Neues. Dringend zu empfehlen
** Ellis, Hilda R.: The Road to Hel. A Study of the Conception of the Dead in Old Norse Literature. Cambrige: University Press 1943
Der für jede Religion wichtige Aspekt von Totenglauben und Jenseitsvorstellungen wird hier gründlich untersucht, was für den altnordischen Bereich umso wichtiger ist, als wir gerade hier unterschiedlichste Vorstellungen finden, die sich alle völlig widersprechen. Das Werk untersucht genauestens alle Quellen und spekuliert in Begriffe wie hamingja, fylgia, valkyria usw. nicht mehr hinein, als die Quellen hergeben. Gerade dadurch kommt es zu sehr interessanten Schlüssen. Ein wichtiges Grundlagenwerk.
* Früh, Sigrid: Rauhnächte. Märchen - Brauchtum - Aberglaube. (5. Aufl.) Waiblingen. Stendel 1999.
Schöne Sammlung vielfältigster alter Quellen rund um die Julzeit
* Gabriel, Vicky: Der Götterwinkel. Die heiligen Orte in Ihrem Zuhause. Ein Praxisbuch. Engerda: Arun 2001.
Alles über Funktion, Standort und Ausgestaltung des Hausaltares und seiner kreativen Möglichkeiten
* Graichen, Gisela: Das Kultplatz-Buch. Ein Führer zu den alten Opferplätzen, Heiligtümern und Kultstätten in Deutschland. Augsburg: Bechtermünz 1997 (versch. Ausgaben).
Der erste Teil enthält grundlegende und leicht verständliche Beiträge zu den verschiedenen vorchristlichen Religionen Deutschlands, während der zweite Teil in Form eines Reiseführers bekannte Kultplätze beschreibt, geordnet nach Bundesländern mit genauer Anreisebeschreibung und Illustrationen
* Herrmann, Paul: Das altgermanische Priesterwesen. Jena: Diederichs 1929.
Allgemein verständliches Büchlein, das in guter Quellenausdeutung einen leicht lesbaren Überblick über das Thema bietet. Trotz des betagten Erscheinungsdatums immer noch empfehlenswert.
** Höfler, Otto: Kultische Geheimbünde der Germanen. Frankfurt a.M.: Diesterweg 1934.
Der Autor weist anhand zahlreicher Quellen über die "Wilde Jagd" (die bis in die frühe Neuzeit reichen) nach, dass diese kein Spukphänomen war, sondern auf reale Umzüge Vermummter zurückgeht (wie heute noch die Perchtenläufe) und zieht sehr interessante Schlüsse daraus. Das Werk ist umstritten und wurde angefeindet, aber bisher nicht widerlegt. Schon allein der vielen vorgestellten Quellen wegen bis heute sehr lesenswert, wie auch alle weiteren Veröffentlichungen Höflers, die sich ausnahmslos durch bewundernswerten argumentativen Scharfsinn auszeichnen.
** Holzapfel, Otto: Die Germanen - Mythos und Wirklichkeit. Freiburg: Herder 2001.
Anders, als der Titel vermuten ließe, handelt es sich hier vor allem um eine Untersuchung zu Tradierungsfragen der Mythen. Der Autor ist Volkskundler und das Buch hat dort seine Qualitäten, wo es um Traditions- und Erzählforschung, Wandelbarkeit der Stoffe durch die Jahrhunderte und unterschiedliche Rezeptionen geht. Dem stehen einige ärgerliche Sachfehler in der Präsentation des mythischen Materials selbst gegenüber. Die abschließende Betrachtung des Neuheidentums ist leider von "völkischem Generalverdacht", Befremden und Unverständnis geprägt.
* Müller, Felix: Götter, Gaben, Rituale. Religion in der Frühgeschichte Europas.
Mainz: von Zabern 2002.
Archäologisches Sachbuch, das in anschaulicher Form zeigt, wieviel und was genau die Forschung über vorgeschichtliche Religionen eigentlich sagen kann.
** Müller-Wille, Michael: Opferkulte der Germanen und Slawen. Stuttgart: Theiss 1999.
Der namhafte Kieler Wissenschaftler präsentiert hier die bedeutendsten Fundstellen in Norddeutschland, Dänemark und Schweden. Sehr gut illustriert. Aber ein rein archäologisches Sachbuch, das über Glaubensinhalte naturgemäß wenig Auskunft geben kann. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Bronzezeit, das letzte mit den Slawen. Der Hauptteil aber ist germanischen Befunden gewidmet.
D. Zu einzelnen Gottheiten
*** Dumézil, Georges: Loki. Darmstadt: Wiss. Buchgesellsch. 1959
Alle in dieser Rubrik aufgeführten Bücher über Loki gehen ähnlich vor: nach genauer Darstellung der Quellen werden diese ausgewertet. Allen gemeinsam ist die Kritik an Mogk, der Loki für eine späte Erfindung hält und vor allem Snorri kaum einen Quellenwert zubilligt. Interessant ist vor allem das Buch von Dumezil, weil es mit gänzlich neuem volkskundlichem Material aus dem Kaukasus aufwartet: bei den iranischen Osseten haben viele Erzählungen über das Göttergeschlecht der Narten und ihren Schalk Syrdon überlebt. Die Geschichten weisen eine solche Ähnlichkeit mit dem eddischen Material auf, dass Dumézil damit den Beweis postuliert, dass Loki keine Erfindung der nordischen Spätzeit oder Produkt christlicher Einflüsse ist, sondern offenbar uraltes gemein-indoeuropäisches Erbe.
* GardenStone: Göttin Holle. Auf der Suche nach einer alten Göttin. Engerda: Arun 2002.
Hier hat der Autor gleichermaßen sorgfältig wie gut lesbar alle Spuren zusammengetragen und zu einem vielfältigen Bild der Göttin vereinigt ohne aber in Spekulationen zu verfallen. Rundum empfehlenswert!
* Gundarsson, Kveldulf: Wotan. The Road to Walhalla.
Einzeluntersuchung, die sich mit den Aspekten von Wotan / Odin beschäftigt. Ausschließlich als E-Book zu beziehen über:
http://www.aswynn.co.uk/
*** Helm, Karl: Wodan. Ausbreitung und Wanderung seines Kultes. Giessen: Schmitz 1968
Sehr scharfsinnige Belegführung für die Ausbreitung des Wodan-Kultes von Süden nach Norden.
*** Lindow, John: Murder and Vengeance Among the Gods. Baldr in Scandinavian Mythology. Helsinki: Suomolainen Tiedeakat 1997.
Sehr sorgfältige Untersuchung über Baldr und alle damit verbundenen Fragen der Forschung.
** Näsström, Britt-Mari: Freyja - the Great Goddess of the North. Stockholm: Almquist & Wiksell 1995
Diese Untersuchung beschränkt sich nicht auf Freyja, sondern auch die anderen weiblichen Gottheiten werden berücksichtigt. Solide und umfassend.
** Ninck, Martin: Wodan und germanischer Schicksalsglaube. Jena: Diederichs 1935
Das Buch untersucht genau alle Aspekte und unterschiedliche Rollen des Gottes. Sehr gründlich und umfassend.
*** Rooth, Anna Birgitta: Loki in Scandinavian Mythology. Lund: Gleerups Förlag 1961
*** Ström, Folke: Loki, ein mythologisches Problem. Göteborg: Almquist & Wiksell 1956.
*** Vries, Jan de: The Problem of Loki. Helsinki: Suomalen Tiedeakatemia 1933
(Reihe: FF Communications Nr. 110)
* Welch, Lynda C.: Goddess of the North. A Comprehensive Exploration of the Norse Goddesses, from Antiquity to the Modern Age. York Beach: Weiser 2001.
Umfassende Darstellung, die sich auf alle weiblichen Aspekte der nordischen Mythen konzentriert. Das Buch leidet stellenweise unter feministischem Übereifer (wenn z.B. Ymir in Unkenntnis indoeuropäischer Parallelen als späte "Vermännlichung" verdächtigt wird), ist davon abgesehen aber eine solide und lesenswerte Arbeit.
3. Die Wiederentdeckung der germanischen Vergangenheit
*** Hartwich, Wolf-Daniel: Deutsche Mythologie. Die Erfindung einer nationalen Kunstreligion. Berlin: Philo 2000
Kulturhistorische Übersicht über die Germanenrezeption in der Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Keineswegs so ablehnend, wie der Untertitel vermuten lassen könnte. Zwar nicht auf unverständlichem Niveau, aber sehr kompakt geschrieben. Kenntnisse über die geistesgeschichtliche Stellung von Namen wie Herder, Schlegel, Klopstock usw. werden vorausgesetzt. Nur für am Thema wirklich Interessierte
** Junker, Daniel: Gott in uns! Die Germanische Glaubensgemeinschaft - ein Beitrag zur Geschichte völkischer Religiosität in der Weimarer Republik. Hamburg: Junker 2002.
Die Studie untersucht am Beispiel der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft (GGG) germanische Religiosität zu Beginn des 20. Jh.. Die GGG war eine der wichtigsten Gruppierungen dieses Spektrums in der Weimarer Republik, und ihre Entwicklung stand stellvertretend für viele Gruppierungen dieser Art zur damaligen Zei.t Eine ausführlichere Besprechung findet sich hier.
** See, Klaus von: Barbar, Germane, Arier. Die Suche nach der Identität der Deutschen. Heidelberg: Winter 1994
In verschiedenen Beiträgen beleuchtet der Autor die Irrungen und Wirrungen des Germanenbildes im Lauf der Zeiten. Sehr faktenreich und informativ.
* Sünner, Rüdiger: Schwarze Sonne. Entfesselung und Mißbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik. Freiburg: Herder 1999
Ganz hervorragende Darstellung der rechten Germanen-Esoterik seit Guido List, allgemein verständlich und geradezu spannend geschrieben. Wohltuend differenziert geht das Werk auch auf die heutige heidnische Szene ein.
*** Schnurbein, Stefanie von: Religion als Kulturkritik. Neugermanisches Heidentum im 20. Jahrhundert. Heidelberg: Winter 1992
Wissenschaftliche Untersuchung bestehender Asatrugruppen. Das etwas übergewichtige Hauptaugenmerk der Verfasserin richtet sich dabei vor allem auf die Frage, ob diese Gruppen "rechtsnationales" Gedankengut vertreten oder nicht. Die einzige Gruppe, die Gnade vor ihren Augen findet, ist Diana Paxsons "Hrafnar", die heute praktisch Teil des Troth ist. Zugegebenrmaßen stellte sich die Szene zum Erscheinungspunkt des Buches allerdings auch noch düsterer dar, als heutzutage.
*** Wiegels, Rainer / Woesler, Winfried (Hrsg.): Arminius und die Varusschlacht. Geschichte, Mythos, Literatur. Paderborn: Schöningh 1995.
Die historische und archäologische Dimension einerseits, ihre Rezeption und politische Funktionalisierung andererseits: dieses Buch arbeitet umfassend den aktuellen Forschungsstand zu einem Ereignis auf, an dem von jeher weit über alle Fachkreise hinaus großes Interesse besteht, das geradezu Teil des hier thematisierten "Mythos Arminius" ist.
4. Runen
A. Wissenschaftliche Einführungen:
** Arntz, Helmut: Handbuch der Runenkunde. Halle: Niemeyer 1944 (2.Aufl.)
Von diesen bis hier genannten wissenschaftlichen Einführungen sollte man zumindest eine gelesen haben, vorzugsweise die von Arntz, die bis heute die wohl beste und ausführlichste Gesamtdarstellung des Themas ist.
** Düwel, Klaus: Runenkunde. Stuttgart: Metzler 1983
** Elliott, Ralph W.V.: Runes. An Introduction. Manchester: University Press 1959 (Neuausgabe 1989)
*** Flowers, Stephen E.: Runes and Magic. Magical Formulaic Elements in the Older Runic Tradition. New York, Frankfurt a.M.: Lang Verl. 1986.
Die Dissertation Edred Thorssons unter seinem bürgerlichen Namen. Interessant, aber sehr wissenschaftlich.
* Krause, Wolfgang: Runen. Berlin: de Gruyter 1993
** Moltke, Erik: Runes and their Origin. Denmark and Elsewhere. Copenhagen: Nationalmuseets Forl. 1985
B. Esoterische Darstellungen
Zu diesem Thema haben sich die Titel in den letzten Jahren geradezu explosionsartig vermehrt. Die Inhalte der meisten Bücher sind relativ austauschbar und erwecken den Verdacht, dass da immer einer vom anderen abschreibt. Deshalb sind im Folgenden nur die wirklich empfehlenswerten und eigenständigen Werke aufgeführt.
* Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil. Runen, Götter, Magie, nordische Mythologie und weibliche Mysterien. Bad Ischl: Edition Ananael 1994
Inzwischen fast schon ein "Klassiker", der vor allem auch die weibliche Sichtweise berücksichtigt.
** Fries, Jan: Helrunar. Ein Handbuch der Runenmagie. Bad Ischl: Edition Ananael 1997.
Erfrischender Ansatz abseits der ausgetretenen Pfade mit vielen Übungen und Praxishilfen, die in schamanistische Richtung gehen.
* GardenStone: Germanische Magie. Engerda: Arun 2003
Das Werk leidet unter einem leicht irreführenden Titel, der allerdings nicht im Verschulden
des Verfassers, sondern des Verlags liegt, was aber sowohl bereits auf dem Klappentext wie
auch mehrfach im Buch selbst richtiggestellt wird. Es geht hier nämlich vor allem darum, wie
man die Runen auch in der (modernen) Ritualmagie verwenden kann (die der germanischen Magie
eben nicht entspricht). In dieser Hinsicht ist das Buch allerdings ein umfangreiches und
wertvolles Ratgeberwerk. Der lange Einleitungsteil zur Entstehung und Geschichte der Runen
ist zudem äußerst exakt und auf neuestem Forschungsstand. Auch der abschließende Teil zu
Grundsätzlichem in der Magie enthält viel Wissenswertes.
* King, Bernard: Die Runen. Braunschweig: Aurum Verl. 1994
Rundum gelungene Einführung, die eine gute Balance zwischen historischem Wissen und heutiger Deutung hält, dabei auch geschichtliches Hintergrundwissen korrekt vermittelt. Ideal für Einsteiger.
Für weitergehende und tiefere Beschäftigung Fortgeschrittener:
** Osborn, Marijane & Longland, Stella: Rune Games. Macht und Geheimnis der Runen. Saarbrücken: Neue Erde 1992
Ein Pionierwerk, da es im Original bereits 1982 erschien, also lange vor Beginn der heutigen Runenrenaissance. Das Werk arbeitet allerdings ausschließlich mit dem erweiterten anglofriesischen Futhork (das vielfach andere Runennamen und deshalb auch andere Deutungen hat), bietet jedoch viele originelle Anregungen, die problemlos auf die Arbeit mit anderen Runenreihen übertragen werden können. Es enthält außerdem eine gute Neuübersetzung des altenglischen Runengedichtes.
* Pennick, Nigel: Das Runenorakel. München: Droemer Knaur 1990. Mit 25 Runenkarten von Hermann Haindl.
Ebenfalls ein recht eigenständiges und umfangreiches Werk. Seltsam nur, dass es mit 25 Runen arbeitet (die zusätzliche Rune ist Yr, die auf dem Kopf stehende Elhaz/Algiz-Rune). Davon abgesehen hinterlässt das Werk aber einen guten Eindruck und kann als sinnvolle Ergänzung zu den "Klassikern" gelten. Die beiliegenden Runenkarten sind Geschmackssache.
Zwei Bücher, vor denen vor allem Anfänger dringend zu warnen sind:
Blum, Ralph: Runen. Anleitung für den Gebrauch der Gemeingermanischen Runenreihe. München: Hugendubel 1996
Hier basiert aber auch alles allein auf den "Eingebungen" des unseligen Verfassers, der es für überflüssig hielt, sich auch nur oberflächlich mit historischen Fakten vertraut zu machen.
Hollander, Edmund von & Michaela von: Vatan - der Pfad des Nordens. Die uralte Wissenschaft der Runenmeister, Skalden, Seherinnen und weisen Frauen. München: Knaur 1993
Vom ersten bis zum letzten Wort haarsträubender Blödsinn!
Ebenfalls gewarnt werden muss vor all jenen Autoren, die die völlig frei erfundene 18er Reihe des sogenannten "Armanen-Futhark" benutzen. Die 18er Reihe hat keinerlei historische Grundlagen und ist deshalb absolut überflüssig. Zudem wird dabei durchweg versucht, nebulöse Behauptungen über die Runen mit theosophischen Ideen zu verbinden. Der größte Schatten, der auf der 18er Reihe lastet, ist aber deren Verwendung durch die Nazis, und auch heute noch ist diese angebliche "Runenreihe" in gewissen Kreisen verbreitet. Zwar triefen nicht alle Bücher dieser Richtung von rechtem Gedankengut, der Kenner mag hier sogar durchaus die eine oder andere Anregung finden können, dennoch sollte das Armanen-Futhark für alle ernsthaft Arbeitenden tabu sein. Die entsprechenden Veröffentlichungen sind generell mit dem berüchtigten Bauer Verlag und vor allem mit den Namen Guido (von) List, Karl Spiesberger, Friedrich Marby, Bernhard Kummer, Josef Bienert und (in neuester Zeit) Ulrich J. Heinz verbunden.
Wer sich über den Dilettantismus und Missbrauch der Runenkunde im Dritten Reich informieren möchte, ist mit folgendem Titel gut beraten:
*** Hunger, Ulrich: Die Runenkunde im Dritten Reich. Ein Beitrag zur Wissenschafts- und Ideologiegeschichte des Nationalsozialismus. Frankfurt a.M.: Lang 1984
Ziemlich trocken, aber gründlich und informativ
5. Romane
Bengtsson, Frans G.: Die Abenteuer des Röde Orm. München: dtv 1994 (zahlr. Aufl.)
Der klassische Wikingerroman schlechthin. Im schwedischen Original bereits Anfang der 40er Jahre erschienen. Zwar bekehrt sich der Protagonist gegen Mitte der Handlung zum Christentum, was dem Vergnügen der Lektüre aber keinen Abbruch tut. Das Werk trieft von trockenem Humor, vor allem auch im Sprachstil, wie er sich genauso in den Sagas findet. Historisch sehr gut recherchiert. Unbedingt lesenwert!
Cussler, Clive: Im Zeichen der Wikinger. München: Blanvalet 2002
Glaesener, Helga: Der singende Stein. München: Econ 1999.
Stimmungsvolles Wikingerabenteuer vor dem Hintergrund der Kämpfe um Irland
Grundy, Stephan: Rheingold. Frankfurt a.M.: Fischer 1992
Breite Nacherzählung der Völsungen Saga (die nordische Nibelungen Variante)
Grundy, Stephan: Wodans Fluch. Frankfurt a.M.: Krüger 1996
Romanversion des Walthari-Liedes. Sehr gelungen.
Hansen, Konrad: Die Männer vom Meer. Wikinger-Saga. München: Piper 1996
Ein sehr guter Wikinger-Roman, der vom historischen Hintergrund her als Fortsetzung zum Röde Orm gelesen werden kann. Dieses Buch aber ist wesentlich düsterer.
Hohlbein, Wolfgang: Hagen von Tronje. Ein Nibelungen-Roman. München: Heyne 1997.
Und noch eine Nibelungen-Variante, diesmal das ganze Geschehen aus Hagens Sicht. Dadurch ist diese Variante ebenfalls recht interessant.
Hohlbein, Wolfgang u. Heike: Midgard. Eine phantastische Geschichte. Wien: Ueberreuter 1987 (zahlreiche Aufl.)
Recht eigenwilliger Roman um die Götterwelt und Ragnarök, für den die Edda nur als Anregung diente. Teilweise aber sehr stimmungsvoll (vor allem die Reise durch Hel). Hauptfiguren sind Lif und Lifthrasil, die laut Edda den Weltenbrand überleben werden.
Holt, Tom: Wir haben Sie irgendwie größer erwartet. München: Heyne 1994
Ein Sterblicher unserer Tage gerät zufällig an Tarnkappe und Ring der Nibelungen und wird fortan von den Göttern gejagt, die die Gegenstände zurück haben wollen. Turbulente Slapstick-Action. Die Darstellung der Götter folgt ganz der Wagnerschen Linie.
Kastner, Jörg:
Arminius - Fürst der Germanen. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe 2001
Der Adler des Germanicus. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe 1997
Die Rückkehr des Germanicus. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe 2000
Marbod und die Zwietracht der Germanen. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe 1998
Thorag oder die Rückkehr des Germanen. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe 1998
Widukinds Wölfe. München: Ehrenwirth 1998
Littek, Frank: Botin der Götter. Die Sachsen Saga. München: Ullstein 2001
Nyáry, Josef: Die Vinland-Saga. München: Meyster 1994
Paxson, Diana L.: Die Töchter der Nibelungen. Bergisch-Gladbach: Lübbe 1997
Radikal eigenständige Version des Nibelungen-Stoffes. Gut durchdacht und interessant variiert.
Paxson, Diana L.: Die Herrin der Raben. Bergisch Gladbach: Lübbe 2001.
Sehr guter Roman vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen Angelsachsen und Briten in England
Smiley, Jane: Die Grönland Saga. Frankfurt a.M.: Fischer 1994
Eindringlicher Roman über den Niedergang der norwegischen Kolonie auf Grönland, die vom Mutterland vergessen wurde. Das spielt zwar bereits in christlichen Zeiten, die alten Sozialstrukturen aber sind unverändert. Hervorragend recherchiert. Die Autorin ist vom Fach.
Thomsen, Knud H.: Speckseites Ostseefahrt. München: Heyne 1995
Ebenfalls ein sehr humorvoller Roman aus dem Dänischen. Im Gegensatz zum Röde Orm bleibt der Protagonist hier den alten Göttern treu.
Voenix:
Auf Wotans Pfaden. Neues vom alten Wanderer. Engerda: Arun 2000
Die Fahrten des Thor. Neue Abenteuer vom Donnergott. Engerda: Arun 2001
Im Liebeshain der Freyja. Neue Geschichten um die Göttin der Liebe. Engerda: Arun 2002
Hier werden neue Geschichten der Götter erzählt. Sehr unterhaltsam und gut lesbar. Die Geschichten sind in vielen Fällen auch als Vorlesegeschichten für Kleinere tauglich.
6. Für den Nachwuchs
Anmerkung: Generell sind alle der oben aufgeführten Romane auch problemlos für Jugendliche genießbar (einzige Ausnahme: die Grönland-Saga von Jane Smiley). Umgekehrt hat die Lektüre der im folgenden aufgeführten Jugendbücher auch noch keinem Erwachsenen geschadet.
A. Romane / Comics / Erzählungen
Andersen, Leif Esper: Überfall der Wikinger. Zürich: Benziger 1981
Abenteuergeschichte aus der Wikingerzeit. Zwei Jungen aus verfeindeten Parteien müssen sich zusammenraufen, um als einzige in einer völlig zerstörten Siedlung aus eigener Kraft überleben. Dabei lernen sie, zwischen Macht und wirklicher Stärke zu unterscheiden. Aus dem Dänischen.
Beyerlein, Gabriele: Der dunkle Spiegel. Würzburg: Arena 1989.
Für Gertrud ist der Spruch der Runen nur ein Blick in einen dunklen Spiegel: die Zukunft bleibt ungwiss und bedrohlich. Warum kann sie sich nicht über die Rückkehr ihres Bruders Gernot freuen? Als dieser im Wettkampf mit Winifred den Tod findet, nimmt das Unheil seinen Lauf. Nur mit einem furchtbaren Eid kann Winifreds Vater das Schlimmste verhindern. Als dann aber das Grab des Fürsten beraubt wird, spüren alle in der Siedlung, dass Wodans Fluch über ihnen zu liegen scheint.
Donner, K.H. / Blasco, Jesus: Birbad. Großer Germanen-Comic. Waiblingen: Birbad-Comic-Verl. 1987-1996.
Asterix auf germanisch. Sehr gelungen!
Falk, Bisse: Das Land hinter den Grenzen der Welt. Aarau: aare 1995.
Im Jahr 1143 macht sich eine Schar von Mönchen nach Schweden auf, um auf Wunsch des dortigen Königs das Land zu christianisieren. Mit ihnen zieht der junge Klosterschüler Andreas. Und auf der langen, abenteurlichen Wanderung dorthin wachsen seine Zweifel: ist es richtig, in ein fremdes Land zu gehen, um den Menschen dort den eigenen Glauben aufzuzwingen? Aus dem Schwedischen.
Hauger, Torill Thorstad: Rabenmädchen. Würzburg: Arena 1992.
Ravna, Rabenmädchen - so nennen die Leute das schwarzhaarige, heilkundige Mädchen, das, verbannt vom Hof des Wikingerfürsten, alleine in der Wildnis leben muss. Und dennoch ist das Rabenmädchen, so verkündet es die alte Seherin, eine Auserwählte. Wer ist Ravna wirklich, wohin gehört sie? Erzählung vor dem Hintergrund nordischer Mythologie und Geschichte. Aus dem Norwegischen.
Hörnemann, Werner: Hanno zwischen zwei Welten. Ein abenteuerliches Schicksal. Recklinghausen: Bitter 1993
Hanno, ein Junge vom Stamm der Sugambrer, flieht über den Rhein, um der Blutrache seiner Vettern zu entgehen. Hier im Gebit der Ubier herrschen römisches Leben und Kultur. Willkommen ist der sugambrische Barbar hier nicht, er muss erst einmal beweisen, was in ihm steckt. Das abenteurliche Schicksal eines germanischen Jungen, der sich tapfer durch ein hartes Leben schlägt und am Ende seinen Weg macht.
Grund, Josef Carl: Feuer am Limes. Eine Erzählung aus der Zeit der Römer und Alemannen. Bayreuth: Loewe 1983
Spannende Geschichtserzählung über den folgenschweren Zusammenprall zwischen Römern und Germanen am Räthischen Limes um 250 n.Chr.
Jakob, Peter: Der Germane. München: Nymphenburger 1995
Uhland, ein germanischer Teilnehmer der Varusschlacht, zieht nach Süden, um den vermeintlichen Tod seiner Frau zu rächen, und nach zahlreichen Abenteuern verschlägt es ihn nach Rom. Die Geschichte endet tragisch.
Köster-Lösche, Kari: Der Thorshammer / Das Drachenboot / Die Bronzefibel. München: Ehrenwirth 1992 ff.
Eine Trilogie sogenannter "Wikinger-Krimis". Am überzeugendsten ist Bd. 2
Lieckfeld, Claus-Peter: Das Buch Haithabu. Die Aufzeichnungen eines Mönchs aus der Wikingerzeit. München: Knaus 1997
Spannender Roman aus der Wikingerzeit Norddeutschlands
Madsen, Peter: Walhalla. Hamburg: Carlsen
Dänische Comic-Reihe, zeichnerisch und quellenmäßig auf allerhöchstem Niveau, auch für Erwachsene ein Genuss. Die Götter und Riesen sind unglaublich gut getroffen, vor allem Loki. Lediglich Freyr und Heimdall geraten zu Witzfiguren. In Deutschland wurde die Reihe leider nach 6 Bänden eingestellt, während sie in Dänemark weiterläuft. Die antiquarische Suche nach den Bänden lohnt sich und sollte nicht allzu schwierig sein. Eine Episode (Thors Reise zu Utgard-Loki) wurde als abendfüllender Zeichentrickfilm produziert (Walhalla / DK 1986. Regie: Peter Madsen).
Röhrig, Tilman: Erik der Rote oder die Suche nach dem Glück. Hamburg: Dressler 1999.
Gut nacherzählte Begebnisse um den Titelhelden
Stöver, Hans Dieter: Die Akte Varus. Würzburg: Arena 1991.
Noch vierzig Jahre nach der katastrophalen Varusschlacht werden die Ereignisse in Rom einfach totgeschwiegen. Der Geschichtsschreiber Plinius will alles über die Hintergründe in Erfahrung bringen. Menandros, der damals als römischer Spion eine abenteuerliche Reise durch die Wälder Germaniens unternahm, ist ihm dabei behilflich. So entsteht die "Akte Varus".
Sutcliff, Rosemary: Drachenschiffe am Horizont. München: dtv (zahlreiche Auflagen seit 1971).
Geschichte aus der Zeit des Sachseneinfalls in England. Gut geschrieben, aber natürlich recht einseitig aus britischer Sicht: die Sachsen sind die "Bösen". Aus dem Englischen.
Terhart, Franjo: Im Zeichen der Wölfin. Veleda - Seherin der Germanen. München: dtv 1999
Vos, Tonny / Buchholz, Dahmen von: Insel aus Feuer und Eis. Würzburg: Arena 1991.
Preisgekröntes Jugendbuch, in dem spannend die Ereignisse um die erste Besiedlung Islands und die Entstehung der Inselrepublik erzählt werden. Aus dem Holländischen.
Weiss, Walter: Die Wikinger entdecken Amerika. Nach einer alten Chronik. Würzburg: Arena 1989.
Der Titel sagt alles. Lehnt sich eng an die originalen Sagas an. In einem Epilog werden lange später von den Portugiesen noch Wikinger in Amerika entdeckt.
B. Sachbücher
Bühnau, Ludwig: Die Wikinger. Ravensburg: Maier 1991
Clare, John D. / Tweddle, Dominic: Wikinger. Kühne Seefahrer, Siedler und Händler. Nürnberg: Tessloff 1991
Elsner, Hildegard / Smirnov, Nikolai: Die Germanen. Nürnberg: Tessloff 2002 (Reihe: Was ist Was. Bd. 62)
Elsner, Hildegard / Smirnov, Nikolai: Die Wikinger. Nürnberg: Tessloff 1997 (Reihe: Was ist Was. Bd. 58)
Kock, Hauke: Wikinger. Hamburg: Carlsen 1995 (Reihe: Lesemaus. Bücher für Kinder von 3 bis 8 Jahren)
Margeson, Susan M. / Anderson, Peter: Wikinger. Die Seefahrer, Krieger, Händler, Schiffsbauer und Handwerker aus dem hohen Norden. Hildesheim: Gerstenberg 1994
Nicholson, Robert / Watts, Claire: Jetzt weiß ich mehr über die Wikinger. Freiburg i.Br.: Herder 1992
Nougier, Louis-René & Joubert, Pierre: So lebten sie zur Zeit der Wikinger. Hamburg: Tessloff 1991
Pearson, Anne: Die Wikinger. Erlangen: Müller 1995
Salariya, David: Die Wikinger. Die wagemutigen Seefahrer des Nordens. Klagenfurt: Kaiser 1992
Schreiber, Gudrun (u.a.): Die Wikinger sind los. Mit Kindern auf den Spuren der Wikinger in Spielen, Geschichten, Comics, Bastelalktionen und Liedern. Münster: Ökotopia 2003
Wright, Rachel / Dovey, Ed: Wikinger. Wie sie lebten. Mit Anleitungen zum Spielen & Basteln. München: Schneider 1993
Wright, Rachel: Die Wikinger-Zeitung. Aarau: Kinderbuchverl. Luzern 2000 |