Herdfeuer 41

Art-Nr.: 041

Beschreibung:

Herdfeuer 41

verschiedene Autoren, 64 Seiten, Format DIN A4, Broschur, 2015

Inhalt:

  • Kurt Oertel: Arbogast - ein vergessener Held   
  • Jörg Rohfeld: Tanz und Gesang bei heidnischen Festen und Feiern   
  • Ravena Brenneken: Ostara 2015   
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  • Selina Richter: Heilkräuter und Zauberpflanzen: „Der Löwenzahn“   
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  • Alwina Dankrun: Disenblót der Rheingold-Blótgemeinschaft   

 

Aus dem Editorial:

 

Kurt Oertels Artikel über Arbogast – Ein vergessener Held wirkt einer recht einseitigen Geschichtsschreibung entgegen, indem er auf Grundlage der historisch gesicherten Fakten eines der blutigsten Ereignisse der römischen Geschichte mit einem etwas anderen Blickwinkel erzählt. In einem Kampf, welcher in der Schlacht der West- und Oströmischen Heere im Jahre 394 n.d.Z. gipfelte, versuchten drei Männer gegen das erstarkende Christentum die alten heidnischen Sitten und damit auch das alte Rom zu bewahren. Oertel zeigt dabei auf, dass auch scheinbar gesichertes Wissen häufig auf Halbwissen und -wahrheiten beruht. Somit verschafft er dem Leser neue Einblicke in eben jenes Rom, welches doch weitaus heidnischer war, als viele zu wissen glauben. Mit Oertels Darstellung des Arbogast und seiner beiden Freunde Eugenius und Flavianus gibt er aber eben diesen fast vergessenen Menschen eine neue Bedeutung und somit ein weiteres Puzzleteil zu unseren Mythen und bringt uns so weiterhin auch die Welt unserer Ahnen ein kleines Stück näher.

Jörg Rohfelds Gedanken zu Tanz und Gesang bei heidnischen Festen und Feiern versuchen eben diese Vergangenheit neu zu entdecken und für unsere heutige Zeit neu zu erschließen. Rohfeld untersucht die vielfältigen Hinweise in Mythen, archäologischen Funden und bis heute erhaltenen Gebräuchen zu Tänzen und Gesängen. Der Artikel erschien über zwei Ausgaben hinweg in der Ringhorn und wurde uns mit freundlicher Genehmigung vom Autor zur Verfügung gestellt.

Ein weiteres Beispiel für gelebtes Heidentum ist der Patchworkartikel zu Ostara 2015, in welchem Ravena Brenneken die Beiträge der Workshopleiter des diesjährigen Treffens zu einem informativen und interessanten Artikel verschmolzen hat. Dabei geht sie zunächst auf die initiale Idee der Organisatoren ein, das Ostaratreffen ab sofort unter einem Motto stattfinden zulassen. Anschließend werden die Workshops chronologisch von den jeweiligen Leitern vorgestellt, wodurch auch die Intentionen der einzelnen Workshops hervorgehoben werden. So entsteht ein umfassendes Bild von einer Veranstaltung, die sich selbst eine neue Tradition und somit neue Herausforderungen geschaffen hat, welche das moderne Asatru dringend benötigt.

In der Rubrik Heilkräuter und Zauberpflanzen geht Selina Richter diesmal auf den Löwenzahn ein. Diese weithin bekannte Pflanze bringt jedem Kind und so manchem Erwachsenen Freude, sei es nun dank seiner klatschgelben Farbe oder seiner so hübsch fliegenden Pollen wegen. Richter zeigt dabei die vielfältigen Namen und ihre historische Herkunft ein; viele davon sind wenig schmeichelhaft für diese doch so nützliche Pflanze. Weiterhin geht sie auf die botanischen Spezifikationen, die heilenden Eigenschaften und möglichen medizinischen Anwendungen der Pflanze, sowie ihre möglichen kulinarischen Verwendungen ein. Abschließend beschreibt sie die Erwähnung und Verwendung des Löwenzahns in Brauchtum, Mythologie und Kunst, und schlägt somit auch die Brücke von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Wie wir in unserer Gegenwart neue Rituale gestalten und so die Verbindung zu den Göttern auf neuen Wegen gelingen kann, sehen wir am Beispiel des Berichtes von Alwina Dankrun zu einem Disenblót der Rheingold Gemeinschaft. In diesem geht die Autorin zunächst auf ihre philosophisch-theologischen Gedanken zu den Disen und ihrer Bedeutung für den Jahreslauf ein, aus welchen Dankrun dann ein Ritual zu Ehren dieser weiblichen Wesenheiten erstellt hat. Auch wenn der Ritualablauf selbst klassisch ist, so geben doch viele Elemente in diesem Ritual Gelegenheit, länger über sie nachzudenken.

 

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