Herdfeuer 39

Art-Nr.: 039

Beschreibung:

Herdfeuer 39
 
  • Kleinhempel, Ulrich: Die Schäferkapelle in Rasch - ein Heiligtum des Wodan, der Gefjon und des Ing?
  • Richter, Selina: Einheimischer Heilpflanzen - Der Holunder
  • Eira: Der Geist im Tier - Der Maulwurf
  • Lückewerth, Thomas: Birka
  • GardenStone: Unbekannte germanische Gottheiten
 
verschiedene Autoren, 76 Seiten, Format DIN A4, Broschur, 2014
 
"In dem Artikel "Die Schäferkapelle in Rasch - ein Heiligtum des Wodan, der Gefjon und des Ing?" stellt U. Kleinhempel seine Forschungsergebnisse zur sogenannten „Schäferkapelle“ in Rasch (heute ein Ortsteil von Altdorf bei Nürnberg) vor. Bekanntlich wurden bei der christlichen Missionierung zahlreiche heidnische Riten, Festtage und Traditionen in synkretistischer Weise nur wenig verändert in die neue Religion übernommen. Genauso geschah es mit einigen heidnischen Kultstätten, die mit Kirchen überbaut wurden. Kleinhempel stellt die These auf, dass es sich bei der Schäferkapelle ursprünglich um ein vorchristliches Heiligtum handelte, dessen Spuren sich bis in die Zeit um 800 zurück verfolgen lassen und an dem heidnische Symbole, Überlieferungen und Kultpraxis bis weit ins Mittelalter und in die frühe Neuzeit überdauern konnten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Kapelle nicht nur an der Stelle eines alten Wodansheiligtums erbaut wurde, sondern dass in ihr in Teilen noch dessen ursprünglicher Baukörper erhalten ist, wobei die Bauform eines germanischen Tempels und eine runische Ornamentik an der Südseite bis heute bewahrt wurden. Bei diesen als Runen bzw. ein Rabensymbol deutbaren Ornamenten ist allerdings unklar, ob die Baumeister der Gotik noch um ihre auf heidnische Gottheiten verweisende Bedeutung wussten. Möglicherweise übernahmen sie entsprechende Symbole des Vorgängerbaus als geheimnisvolle, mit magischer Kraft versehene Zeichen, die auch an anderen Orten Verwendung fanden. Die bauliche Kontinuität der Kultstätte stimmt mit der Kontinuität des Kultes überein. Bei diesem wurde die Verehrung Wodans und möglicherweise auch die von heidnischen Göttinnen auf die vom Christentum praktizierte Verehrung des Erzengels Michael bzw. die von einigen weiblichen Heiligen übertragen. Durch Kleinhempels Interpretation entsteht insgesamt ein lebendiges Bild der vielfachen Bezüge dieses Heiligtums zum religiösen Leben in vorchristlicher Zeit.
 
In ihrer Artikelreihe Heilkäuter und Zauberpflanzen widmet sich Selina Richter diesmal dem "Holunder", einer Pflanze, die vielfältigen medizinischen Nutzen besitzt, die aber auch für magische Rituale eigesetzt wurde und wird, und um die sich seit alter Zeit zahlreiche Mythen und Sagen ranken.
 
Geist im Tier, Eiras schöne Artikelserie über Tiergeister und die ihnen innewohnenden Kräfte, ist seit 2005 in zahlreichen Folgen in der Herdfeuer erschienen. In der diesmaligen, leider vorerst letzten Folge der Serie geht es um den "Maulwurf" und seine sehr individuellen Eigenschaften.
 
In seinem Artikel über die Stadt "Birka" nimmt uns Thomas Lückewerth mit auf eine Reise zu den Überresten dieser Wikingerstadt, die auf einer Insel im Mälarsee nahe bei Stockholm gelegen ist. Birka war etwa in der Zeit von 750 bis 1050 u. Zt. eine bedeutende Handelsstadt, die niemals wirklich christianisiert worden ist. Es wurden dort bedeutende archäologische Funde gemacht, die ein lebendiges Bild der Wikingerzeit vermitteln.
 
"Unbekannte germanische Gottheiten" ist das überarbeitete Manuskript eines Vortrages, den Gardenstone beim Ostaratreffen des Eldaring am 25.4.2014 auf Burg Bilstein gehalten hat. Einige Götternamen sind einem breiten Publikum bekannt, Asatru und andere Heiden kennen eine Menge mehr, aber kaum jemand kennt sie alle. Einige der eher wenig bekannten Gottheiten verschiedener germanischer Volksstämme aus unterschiedlichen geschichtlichen Epochen stellt uns Gardenstone in diesem Artikel vor."
 
 
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