Herdfeuer 32

Art-Nr.: 032

Beschreibung:

Herdfeuer 32

 
Inhalt:
 
  • Buchrezensionen
  • Andreas Zautner: Die richtige Datierung der Rauhnächte und des Weihnachtsfestes
  • Augustus Rigsteinar: Niddhöggs Odem
  • Eira: Rind
  • Eran: Wie man sich vor Trollen schützt, Teil 7: Nach dem Ausschluss eines Trolls
  • Johann Wolfgang von Goethe: Der getreue Eckard
  • Thorsten Hendrich und Barbara Beyß: Der Weg
  • Uwe Ehrenhöfer: Mythen der Alpen: Perchten, Klausen, Krampusse - modernes Brauchtum und wilde Jagd
  • Wolf Lüerßen: Was ist eigentlich Religion?
 
 
Die Mehrzahl der Artikel in dieser Ausgabe haben einen Bezug zu den Raunächten, bzw. zur Julzeit.
So legt  Uwe Ehrenhöfer mit seinem Artikel Mythen der Alpen: Perchten, Klausen, Krampusse einen sehr lebendigen und eindrucksvollen Bericht über das um diese Gestalten kreisende moderne Brauchtum in der Region vor und zeigt dessen Parallelen zum Motiv der Wilden Jagd und der heidnischen Perchta-Verehrung auf.
Andreas Zautner geht in seinem Artikel Die richtige Datierung der Raunächte und des Weihnachtsfestes der Frage nach, aus welchen Gründen es im modernen Heidentum immer wieder heftige Kontroversen zur Frage nach der "richtigen" Datierung der Raunächte gibt, und er erklärt sehr anschaulich, wie dies mit den zwei grundlegenden Reformen des abendländischen Kalenders (der julianischen und der gregorianischen) zusammenhängt.
Die sehr gruselige Erzählung Niddhöggs Odem sollte auf Wunsch ihres Autors Augustus Rigsteinar in den dunklen Nächten "zwischen den Jahren" gelesen werden, wenn die Grenzen zwischen den Welten durchlässig sind... Die mit Assoziationen und Metaphern gespickte Erzählung bietet dem Leser auch beim zweiten oder dritten Lesen eine Fülle von Interpretationsmöglichkeiten und ermöglicht so eine ganz eigene und düstere Einsicht ins Totenreich.
Das Gedicht Der Weg von Thorsten Hendrich schildert auf metaphorische Weise den nicht immer einfachen Weg eines Menschen, der sich entschlossen hat, dem "alten Weg" des Heidentums zu folgen, es erzählt von der Einsamkeit und den Gefahren dieses Weges, aber auch von der Hoffnung, dass er letztlich hinführt zu einer neuen Heimat, in der ein sinnvolles und erfülltes Leben in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter möglich ist.
 
In unserem vom Christentum geprägten Verständnis wird Religion oft mit Glauben oder Kultus gleichgesetzt, was jedoch so nicht allgemeingültig richtig ist. In seinem Artikel Was ist eigentlich Religion? unternimmt Wolf Lüerßen den Versuch, einen neuen Religionsbegriff herauszuarbeiten, der sich von diesem "christozentrischen" Bild unterscheidet und geeignet ist, auch "offene" religiöse Phänomene, wie etwa das Neuheidentum, zu beschreiben.
 
Desweiteren findet der Leser in dieser Ausgabe der Herdfeuer den siebten und abschließenden Teil unserer Serie Wie man sich vor Trollen schützt von Eran, Eiras Rubrik Der Geist im Tier, in der es diesmal um das Rind geht, sowie auch zwei Buchrezensionen. Besonders ans Herz gelegt sei dem Leser die Lektüre von Kurt Oertels Rezension von Jan Assmans Werk Die Mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus.
Eine weitere Rezension widmet sich der neuesten Veröffentlichung von GardenStone, einer Studie über die Göttin Nerthus.
Den Abschluss bildet das Gedicht Der getreue Eckard von Johann Wolfgang von Goethe, das zeigt, wie intensiv sich auch der größte Dichter der Deutschen Klassik mit "heidnischen" Sagen und Märchenstoffen auseinandergesetzt hat; in diesem Fall mit der Wilden Jagd, der in manchen Fällen ein Warner und Beschützer der Menschen vorausgeht, eben der "getreue Eckard", von dem dieses 1813 erstmals erschiene Gedicht handelt.
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