Herdfeuer 31

Art-Nr.: 031

Beschreibung:

Herdfeuer 31

Inhalt:
 
  • Andreas Zautner: Musikbesprechung Swataz Horsa - Rabenzeit
  • Bil Linzie: Gab es einen altnordischen Glauben an Wiedergeburt?
  • Christian Brüning: Zur Unterscheidung von Asatru und Ariosophie
  • Eira: Eichhörnchen
  • Eran: Wie man sich vor Trollen schützt, Teil 6: Netzwerke und Internet
  • Ulrike Pohl: Der Herbst am Sippentisch
  • Wolf Lüerßen: Trunklied
 
Herdfeuer 31 ist  wiederum eine "gemischte" Ausgabe, also mit zahlreichen Artikeln zu unterschiedlichen Themenbereichen, die mit "Asatru" verknüpft sind.
 
Christian Brüning definiert in seinem in dieser Ausgabe vorliegenden Artikel Zur Unterscheidung von Asatru und Ariosophie Asatru als eine allgemeine Basis der kulturellen Orientierung, die sich durch die Begriffe Kosmotheismus, Polytheismus, Empirismus und Naturphilosophie charakterisieren lässt. Entsprechend erfolgt auf dieser Basis der Zugewinn an Wissen nur auf eine für alle nachvollziehbare und überprüfbare Weise: durch Erfahrung, Forschung, Experiment und einen eng am wissenschaftlichen Forschungsstand angelehnten Diskurs. Hierin sieht Brüning ein entscheidendes Abgrenzungskriterium zur sogenannten "Nationalesoterik", inbesondere der Ariosophie, die von manchen Kreisen bis heute mit "germanischem Neuheidentum" gleichgesetzt wird. Mit Asatru teilt die Ariosophie zwar den kosmotheistischen Ansatz (d. h. den einer Diesseitsreligion), nicht aber die weiteren o. a. Charakteristika.
Auch durch seine zahlreichen Begriffbestimmungen und Definitionen von Abgrenzungskriterien ist dies ein wichtiger Grundsatzartikel, der als Diskussionsgrundlage allen am germanischen (Neu-)Heidentum Interessierten dringend ans Herz gelegt werden soll!
Von armanisch bzw. ariosophisch beeinflussten Heiden wird immer wieder der Glaube an Reinkarnation bzw. Wiedergeburt bei den germanischen Völkern postuliert. In seinem Artikel: Gab es einen germanischen Glauben an Wiedergeburt? unterzieht Bil Linzie die zum Beweis herangezogene Quellen einer kritischen Analyse und kommt zu dem Ergebnis, dass es weder in den Schriftquellen noch im archäologischen Material irgendeinen stichhaltigen Hinweis auf einen Glauben an Reinkarnation bei den germanischen Völkern gab.
Das germanische Heidentum ließ aber schon immer eine Fülle von unterschiedlichen nachtodlichen Vorstellungen zu, und es bleibt deshalb auch jedem heutigen Asatru unbenommen, in seinem persönlichen spirituellen Erleben die Möglichkeit von Reinkarnation zuzulassen. Strikt abzulehnen ist lediglich die Behauptung, damit in einer Glaubenstradition altgermanischer Völker zu stehen, wohlmöglich gar durch Kenntnis esoterischer Geheimlehren einer (ario)germanischen Priesterelite - so etwas hat es nie gegeben.
In Eiras Geist im Tier begegnet uns diesmal das Eichhörnchen. Ihm kommt ja in der Mythologie als Zwietracht säender Bote zwischen Adler und Drache am Weltenbaum eine eher unsympathische Rolle zu – als Geisttier kann das flinke kleine Tier uns aber viel über Vorratshaltung und Planung lehren – gerade jetzt im Herbst in Vorausschau auf die kommende kalte Jahreszeit.
Um Geschichten, Gebräuche und Gerichte zum Thema Herbst geht es auch in der diesmaligen Folge von Ulrike Pohls Artikelserie Mit der Familie durch den Jahreskreis.
Schließlich findet der Leser in dieser Ausgabe noch den sechsten Teil unserer siebenteiligen Trolle Artikelserie von Eran, in der es diesmal unter anderem um den richtigen Umgang mit Trollen in Internet-Foren geht, sowie eine Rezension der CD "Rabenzeit" von Swartaz Horsa..
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