Herdfeuer 26

Art-Nr.: 026

Beschreibung:

Heft 26, 8. Jahrgang 2010

 
Verschiedene Autoren, 49 Seiten. Offene Ausgabe.
 
Inhalt:
 
  • Eira: Fuchs
  • Gotved, Ole: Treu will ich sein
  • Hendrich, Thorsten: Siegbert oder wie der Eldawichtel in mein Leben kam.
  • Hengist Gerdson: Das Konzept Wyrd
  • Jahnke, Alex: Zieh mit den Wölfen. Krieger in der Vergangenheit und Gegenwart
  • Janussen, Dorte: Wie Sif ihr Haar verlor
  • Pohl, Ulrike: Durch die Jahreszeiten: Frühling
 
Liebe Mitglieder und Abonnenten, Von Schriftstellern, deren erstes Buch sehr gut vom Publikum aufgenommen wurde, heißt es im allgemeinen, dass ihr zweites Werk von der öffentlichen Meinung dann beinahe regelhaft zerissen wird. Sei es, dass das erste zu hohe Erwartungen geweckt hat, sei es, dass ständiges Lobhudeln den Kritikern in der Leserschaft einfach zu wenig "action" ist. Um dieses Schicksal unserem hier vorliegenden zweiten "Werk" zu ersparen, nämlich der Ausgabe 26 der Herdfeuer und Heft 2 unter neuer redaktioneller Leitung, haben wir vom Redaktionsteam in diese neue Ausgabe besonders viel Zeit, Arbeit und Engagement gesteckt. Möge das verehrte Publikum also auch diese genauso freundlich aufnehmen wie unsere erste!
 
Zum Inhalt: Gleich zu Beginn eine kleine Sensation: Voller Stolz dürfen wir euch ein Interview mit dem Schutzgeist unseres Vereins präsentieren, der so oft als unsichtbarer Gast auf unseren Treffen weilt und dort für eine zauberhafte, friedfertige und harmonische Stimmung sorgt - mit dem Eldawichtel höchstpersönlich! Thorsten Hendrich gelang es in diesem amüsantem Interview dem oft beschworenen Wichtel einen Namen und eine Stimme zu verleihen. Auch wenn sein Charakter vielleicht doch anders ist, als wir erwartet hatten.
 
Wie bereits im letzten Heft angekündigt, möchten wir den kulturellen Austausch mit befreundeten heidnischen Vereinen in anderen Ländern weiter ausbauen. Den Anfang sollen hier unsere guten Freunde vom dänischen Forn Siðr machen. So findet ihr in dieser Ausgabe den Artikel "Wie Sif ihr Haar verlor" von Dorte Janusson - langjähriges Forn Siðr (und Eldaring) - Mitglied - in dem sie ihre durchaus sehr persönlichen und erfrischenden Ansichten zu dieser Erzählung über Loki und Thor darstellt. Dieser Artikel erschien erstmals 2005 in der Vølse, der Zeitschrift unserer dänischen Freunde.
 
Darüber hinaus präsentieren wir euch das "Treuebekenntnis" des Forn Siðr von Ole Godved. Es liegt hier in einer recht freien deutschen Adaptation vor, die auch hier in Deutschland bereits bei Ritualen unterschiedlicher Gruppierungen zum Einsatz kam.
 
Bei Niederschrift dieses Editorials ist der letzte Schnee des harten Winters noch nicht überall geschmolzen und doch naht nun endlich der Frühling. Und im Frühling sprießen bekanntlich die frischen Pflänzchen ebenso wie neue Ideen. Zu diesem Anlass beginnen wir in diesem Heft mit der "Jahreskreis" Rubrik. In dieser wird Ulrike Pohl in Zukunft Geschichten, Gedichte und kreative Ideen im Zusammenhang mit der jeweiligen Jahreszeit vorstellen, die speziell auch als Anregung für Familien mit Kindern gedacht sind, um innerhalb der Familie den Jahreskreis und seine heiligen Zeiten gemeinsam erleben und gestalten zu können. Diesmal geht es natürlich um den Frühling!
 
Ein wichtigen Platz im diesemHeft nimmt der Artikel "Zieh mit den Wölfen" von Alex Jahnke ein. Sein hier vorliegender Artikel erschien erstmals 2006 im ersten Band des Heidnischen Jahrbuch. Er ist es nach unserer Meinung aber unbedingt wert, noch einmal hier veröffentlicht zu werden, denn dieser Artikel ist ein wichtiger Beitrag zum Thema "Kriegertum". Dass man dieses Thema auch ganz anders angehen kann, als dies einige zumeist sehr junge Walhalla-Aspiranten tun, beweist dieser Artikel mit seinem angenehm pragmatischen Duktus, der von Lebenserfahrung, Gelassenheit und einem unkonventionellen Denkstil geprägt ist.
 
Auch Hengist Gerdsons Artikel über sein "Konzept des Wyrd" gibt einen wichtigen Beitrag zum Leben als moderner Asatruar. Der Autor beschreibt, wie sein tieferes Verstehen des Wyrd ihn zu einer Lebenspraxis hinführte, die von Selbstverantwortlichkeit, Achtsamkeit, Mut und Treue zum eigenen Wort geprägt ist. Gleichzeitig kann er als leicht verständliche und gut nachvollziehbare Einführung in das Konzept des Wyrd dienen. Dieses gilt zwar als eines der zentralen Ideen des modernen Heidentums, wird aber gleichzeitig von vielen auch als zu "schwierig" und als zu abstrakt wahrgenommen, um sich näher damit zu befassen. Das dem keineswegs so ist, zeigt dieser bemerkenswerte Artikel.
 
In diesem Heft findet ihr desweiteren noch die gewohnten Rubriken, so Eiras "Der Geist im Tier", die diesmal dem Fuchs gewidmet ist. Weiterhin findet sich der dritte Teil unserer siebenteiligen Serie über den Umgang mit Trollen von David Petterson, welcher diesmal die Philosophie von Trollen näher betrachtet. Und schließlich widmet sich die Rubrik "Rezensionen" zwei Veröffentlichungen, die beide (bisher) leider nicht den ihnen gebührenden Anklang in der deutschen Asatruszene gefunden haben. Barbara Beyß' Artikel über Yvonne Bonnetains Werk "Der nordgermanische Gott Loki aus literaturwissenschaftlicher Perspektive" zeigt die in diesem Buch präsentierten ungewöhnlichen und spannenden Gedanken zu diesem umstrittenen Gott auf. Desweiteren bespricht Kurt Oertel den aktuellen vierten und scheinbar auch letzten Band des Heidnischen Jahrbuch, einer der wichtigsten und informativsten Quellen über modernes Asatru.
 
Wie immer wünschen wir euch gute Unterhaltung und auch ein paar neue Denkanstöße beim Lesen eurer Zeitschrift.
 
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