Herdfeuer 22

Art-Nr.: 022

Beschreibung:

Heft 22, 6. Jahrgang 2008

 
Verschiedene Autoren, 42 Seiten. Offene Ausgabe.
 
Inhalt:
 
  • Bainbridge, William: Wyrd und Frith
  • Bjorgulf: Der Stachelritter
  • Eira: Schlange
  • Frigga Asraaf: Das Eldathing 2008
  • Macha, Michaela: Ich bin Hel, die Dunkle
  • Oertel, Kurt: Wie schreibt man eigentlich in Runen?
  • Paxson, Diana L.: Auf der Suche nach den Landgeistern
  • Ritter, Hermann: Zaubern ohne Gott?
  • Walthard, Peter: In Skadhis Reich
 
Nach dem letzten Themenheft hier wieder eine Ausga­be von inhaltlich vielfältiger Breite. Darunter ragen zwei wichtige und tiefgreifende Grundlagenartikel heraus. Zum einen der von Hermann Ritter, der trotz des zu­nächst leicht irreführend wirkenden Titels seine Finger in etliche offene Wunden des Heidentums legt und ent­scheidende Fragen aufwirft, denen sich kein Heide - im Asatru oder woanders - entziehen kann, sofern man das eigene Heidentum ernst nimmt. Zum anderen der von William Bainbridge, über den insgesamt genau dasselbe gesagt werden kann. Beide verdienen gleichermaßen sorgfältige Lektüre und Aufnahme, und sie sollten idea­lerweise auch Anlass zu entsprechender Diskussion sein.
 
Eröffnet aber wird diese Ausgabe mit einem Beitrag von Diana Paxson, in dem sie eine nicht genug zu beto­nende Tatsache thematisiert, die auf Grund der christli­chen Sozialisation vieler Heiden aber immer noch gerne verkannt wird: dass früher eben nicht die Gottheiten im Mittelpunkt der alltäglichen spirituellen Praxis standen, sondern vielmehr die Land-, Hof- und Hausgeister, die sehr viel direkter als für Glück oder Unglück im bäuerli­chen Haushalt verantwortlich wahrgenommen wurden als die Gottheiten.
 
Thorgunna hat einen autobiographischen und stellen­weise sehr schmerzlich zu lesenden Artikel über ihren „Weg zu Thor" beigesteuert. Unsere niederländische Freundin Frigga Asraaf von unserer Partner-Organisati­on Het Raad beschreibt, wie sie das Eldathing 2008 er­lebt hat, und vervollständigt wird das Heft durch ein Gedicht von Michaela Macha, einen (überfälligen) Arti­kel mit Vorschlägen zu heutiger runischer Schreibweise, Peter Walthards sprachlich kraftvollem Bericht über die mythischen Aspekte seiner heimatliche Bergwelt in der Schweiz und durch die bekannten Rubriken.
 
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