37 Tod - Jenseits

Art-Nr.: 037

Beschreibung:

"Tod und Jenseits" Themenheft

verschiedene Autoren, 56 Seiten, Format DIN A4, Broschur

Das Schwerpunktthema der 37. Ausgabe ist ein recht ernstes, nämlich "Tod und Jenseits". Der Hauptartikel "Von den Beschwernissen der letzten Reise" von Kurt Oertel zeigt auf, wie kompliziert und ungeklärt die unterschiedlichen und gegenseitigen Beeinflussungen von antiken europäischen und nahöstlichen, von christlichen und heidnischen Vorstellungen bei dieser Thematik über die Jahrtausende hinweg gewesen sind. Aber letztendlich ist nach meiner Ansicht die Hauptbotschaft von Kurt Oertels wie immer ungemein lesenswerten Artikels doch die, dass alle quellenkundliche Betrachtung angesichts der fragmentarischen und widersprüchlichen Aussagen der germanischen und altnordischen Quellen hinsichtlich eines „Lebens nach dem Tod“ keine echt Hilfe sein kann bei der individuellen Bewältigung dieses Themenkomplexes von Tod und Sterblichkeit. Hierzu bedarf es des Strebens nach persönlicher wie auch spiritueller Reife, nur eine solche vermag uns aus der Angst vor dem unvermeidlichen Ende unserer Existenz zu befreien.

In Hermann Ritters Gedicht "Der Schnitter mit der kalten Sense" geht es um das ehrende Angedenken eines früh verstorbenen Freundes, aber auch um die Hoffnung auf ein Wiedersehen, wo immer das sein mag.

Um die eher praktischen Aspekte im Umgang mit Tod und Totengedenken geht es in Andreas Mangs Artikel: "Der Wald als Grabstätte". Der Artikel zeigt auf, was bei so einer dem Heidentum doch sehr angemessenen Art des Begräbnisses zu beachten ist, was so etwas kostet und wie man rechtzeitig Vorsorge dafür treffen kann.

Ines Hardy berichtet uns danach von einem gelungen "Ahnengedenken in Chemnitz". "Einmal noch" ist ein weiteres Gedicht von Hermann Ritter, in dem er sich mit der Vergänglichkeit unseres Daseins auseinandersetzt, und wie gerade aus dem Bewusstsein dieser Endlichkeit Lebenskraft und Lebensfreude erwachsen können.

Annette Schröder nimmt uns in ihrem Artikel "Von schamanischer Anderswelt und der Realität im Hier und Jetzt" mit auf eine Reise nach Niflheim, in eine Welt, die in ihrer Bewegungslosigkeit und Stille den Tod fast noch mehr zu verkörpern scheint als Hel selbst. In Selinas Kolumne über Heilpflanzen und Zauberkräuter geht es diesmal um den "Weißdorn", der in vielen Aspekten mit dem Tod, dem Schlaf und dem Schutz in dieser und den jenseitigen Welten verbunden ist.

Es folgt Eiras Rubrik Geist im Tier, in der es diesmal um "Frosch und Kröte" geht, die uns durch wichtige Metamorphosen des Lebens geleiten können.

Im Anschluss findet der Leser eine ausführliche Rezension und Leseempfehlung zu Andreas Mangs Buch "Aufgeklärtes Heidentum" aus des Luchses höchsteigener Feder.

Aus aktuellem Anlass folgt dann noch ein Artikel von Achim Reinhardt, einem Mitglied des VfgH. Dieser Artikel wurde bereits kürzlich in der dortigen Vereinszeitschrift Ringhorn veröffentlicht. Es geht um eine vereinsübergreifende Initiative zum Thema "Heidnischer Ritualplatz in der Mitte Deutschlands".

Zum Abschluss des Heftes gibt es schließlich noch den Fund eines Grabmales zu berichten, das eine wirkliche und echte archäologische Sensation ist! Mehr dazu soll hier gar nicht verraten werden – aber wir hoffen, dass dadurch der Leser auch das Studium dieser neuen Ausgabe der Herdfeuer mit ihrem so ernsten Thema letzten Endes doch mit einem Schmunzeln beenden wird.

Besinnliche Tage in der kommenden dunklen Jahreszeit und wie immer viel Spaß beim Lesen wünscht das gesamte Redaktionsteam, und natürlich besonders herzlich und wie immer der Redaktionsluchs. 

 
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