23 - Odin

Art-Nr.: 023

Beschreibung:

23 - Odin

Heft 23, 7. Jahrgang 2009

Verschiedene Autoren, 42 Seiten. Themenheft.
 
Inhalt:
 
  • GardenStone: Odin als Gott der Einweihung
  • GardenStone: ...und deshalb ist Odin nicht einfach ein anderer Name für Odin
  • Krasskova, Galina: Wodan - Schenker des Odems
  • Kveldulf Gundarsson: Odin und seine Helden
  • Macha, Michaela: Masken
  • Macha, Michaela: Wind der stets sich wendet
  • Nibel: Zum Krieger erzogen
  • Oertel, Kurt: Wo Odin sich Rat holt
  • Washington, Laure: Er sieht dich, wenn du schläfst...
 
Liebe Mitglieder und Abonnenten, Wodan bzw. der spätere Odin ist der mit Ab­stand vielschichtigste und rätselhafteste Gott des germa­nischen Pantheons, der zudem keine direkten Entsprechungen in anderen indoeuropäischen Religio­nen hat und somit in der Form, wie wir ihn kennen, als genuin germanischem Verständnis entsprungen gelten muss. Es kann nur wenig Zweifel daran bestehen, dass der Aufstieg dieses ursprünglichen Sturmgottes und To­tenführers zu einer Hauptgottheit der südgermanischen Stämme sich in den „dunklen Jahrhunderten" der ger­manischen Geschichte zwischen dem 2. und 4. Jahrhun­dert vollzog, die man deshalb so bezeichnen muss, weil wir über die innergermanische Geschichte dieser Zeit keinerlei schriftliche Quellen besitzen. Aus archäologi­schen Quellen ist allerdings deutlich ablesbar, dass es in dieser Zeit zu gewaltigen sozialen Umwälzungen kam und sich ein drastischer Wandel von einer demokrati­schen Bauern- zu einer von einem neuen Adel be­herrschten Kriegergesellschaft vollzog, wofür der enge Kontakt der Germanen mit dem Römischen Reich -friedlich wie kriegerisch - ein entscheidender Auslöser gewesen sein dürfte.
 
Die Beiträge dieses Themenheftes sind dabei - wie stets - entweder sehr persönliche Annäherungen an den Gott oder eher quellenbezogene Studien. Zu letzteren zählen die Beiträge von GardenStone über Odin als Einweihungsgott und die Identität bzw. Nicht-Identität von Wodan und Odin, der Artikel von Kveldulf Gundarson, der u.a. die schwierige Frage zu beantworten versucht, warum ein so zwiespältiger Gott eine solch prominente Stellung erreichte, sowie Kurt Oertels Auslotung der rätselhaften Verbindung von Odin zu Mimir. Der Eingangsartikel von Galina Krasskova vereint allerdings geschickt beide Ebenen und bietet dabei auch eine gute Einführungsgrundlage in das Thema. Persönlicher bzw. autobiographischer Natur sind der von Nibel, natürlich die Gedichte von Michaela Macha und nicht zuletzt der Beitrag von Laure Washington - letzterer ein literarischer Leckerbissen, der auchf zehnten Korrekturlesen noch zuverlässig eine haut Gänsehervorrief.
 
Wir hoffen, auch hiermit wieder ein Themenheft erstellt zu haben, das gleichermaßen informativ wie angenehm zu lesen ist.
 
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