Fastnacht

Christian Bartel 2002

Dieses Fest findet um den ersten Neumond nach dem Vollmond statt, der auf die Weihenächte des Julfestes folgt (Anfang Februar). Im Keltischen entspricht es Imbolc.

Es dauert drei Tage. Freyr steht hier im Vordergrund, wie es der altschwedische Name des Festes Fröblót zeigt. Als das erste große Fest des neuen Jahres wird das Disablót öffentlich und ausgiebig gefeiert (was in den heutigen Fastnachtsbräuchen deutlich nachvollziehbar ist).
Im Skirnirsför, Skáldskaparmál und Hymiskviða werden die Mythen beschrieben, die zu dieser Zeit des Jahres passen:
Skirnir wird hier als der erste Sonnenstrahl des Frühlings gedeutet, der für Freyr um Gerda (die Erde) wirbt. Am Ende wird Freyr auf ein späteres Treffen vertröstet, welches sich im Osterfest findet.
Skaði, die hier für die Frühlingserde steht, fordert Buße für ihren Vater, den erschlagenen Winterriesen þrym und heiratet Njörd.
Die Auseinandersetzung der beiden Asen þórr und Týr (Gewitter und Sonne) auf der einen Seite und dem Winterriesen Hymir auf der anderen Seite (Hymiskviða) steht für den Kampf zwischen den erwachenden Kräften des Lebens und den riesischen Wintermächten.
Es wird auf einem Berg kultisch ein Feuer entzündet. In lärmenden Umzügen wird der Winter ausgetrieben und der kommende Frühling begrüßt. Eine Strohpuppe als Symbol des Winters wird zum Zeichen seiner Niederlage verbrannt. Das Mahl zum Disenopfer findet noch am hellen Abend statt und es wird für die Disen ein Opfergedeck mit aufgetragen. Während dem Mahl gelten die Trinksprüche vor allem Freyr, der Erdgöttin (Gerða), den Disen und den Ahnen.